Den Worten folgten Taten

bild_tz_1_20130504_1928290481(ulm). „Die Stadt ist wieder ein gutes Stück weitergekommen“ titelte die Lampertheimer Zeitung am Samstag, 30. April 1988. Das war die Überschrift zur Übergabefeier des Technischen Zentrums. Und damit wurde ausgedrückt, dass die Zusammenfassung von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und Technischem Hilfswerk an einem neuen Standort als Schritt in die Zukunft angesehen wurde.

10,3 Millionen Mark kostete der Bau des Technischen Zentrums, Zuschüsse gab es vom Land Hessen und dem Kreis Bergstraße. Dankesworte gab es bei der Übergabefeier für Bürgermeister Gisbert Dieter – für sein Engagement in der Planungsphase, bei der Finanzierung und beim Ausräumen von Schwierigkeiten. Verschiedene Redner bezeichneten den Bau als „gelungen, zweckmäßig und angepasst“. Natürlich gab es vor allem Dankadressen an die drei Hilfsorganisationen für ihr ehrenamtliches Wirken für die Menschen in Lampertheim zu jeder Tages- und Nachtzeit. Bürgermeister Dieter sagte: „Mit der Übergabe des Technischen Zentrums wollen wir beweisen, dass wir lobenden Worten auch Taten folgen lassen.“

Ein Ausdruck der Lebendigkeit der Stadt

Stadtbrandinspektor Frank Willhardt betonte damals, man könne sich auf die Hilfsorganisationen Lampertheims verlassen. Für den DRK-Ortsverband meinte Dr. Heinrich Boppert, das Technische Zentrum sei Ausdruck der Lebendigkeit der Stadt. „Das Modell Lampertheim hat weit über die Grenzen der Stadt Anerkennung gefunden“, urteilte H. Junga von der THW-Bundesleitung – denn das Technische Hilfswerk ist eine Organisation des Bundes. Architekt Metzner übergab den Schlüssel offiziell an den Bürgermeister. Symbolisch war auch ein überdimensionierter Spargel am Feuerwehrschlauchturm.

„Bereits im Jahre 1980 waren die ersten Gedanken für den Neubau eines Technischen Zentrums konkretisiert worden. Als ursprünglicher Standort war das städtische Gelände gegenüber der Kläranlage vorgesehen“, hieß es in einem Bericht in der LZ vom 27. April. Und weiter: „Seitens der Feuerwehr waren jedoch erhebliche Bedenken gegen den geplanten Standort vorgetragen worden (…). Nach vielen Gesprächen zwischen Verwaltung und Feuerwehr wurde dann der jetzige Standort zwischen Ostendstraße und Bahnlinie Frankfurt-Mannheim als Alternative gefunden und auch von den übergeordneten Dienststellen, wie zum Beispiel dem Hessischen Innenministerium, anerkannt. Auf diesem Gelände, auf dem sich früher der Sportplatz des FC Olympia und ein Reitplatz befunden hatten, waren später der Geflügelzuchtverein Phönix, der Kaninchenzuchtverein H 65 und der Vereine Vogelfreunde 1955 angesiedelt worden. Nachdem an der Gaußstraße Ersatzgelände gefunden war, konnte mit der Umsiedlung dieser drei Kleintierzuchtvereine begonnen werden.“

1982 gab es einen Architektenwettbewerb für den Neubau, den das Darmstädter Büro Borchers, Metzner und Kramar aus Darmstadt gewann. Im März 1983 vergab der Magistrat an dieses Büro den Auftrag für die Planung des Neubaus und auch für die Aufstellung eines Bebauungsplans. Grünes Licht für die abschließende Planung gab es erst 1985, nachdem bei einem Widerspruchsverfahren eine Einigung erzielt werden konnte. Der erste Spatenstich erfolgte am 13. Mai 1986. Am 5. Februar 1986 mauerte Bürgermeister Gisbert Dieter den Grundstein für das TZ ein.

Text und Bilder: Lampertheimer Zeitung

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