Zwei Termine – ein Jubiläum

tdot_2013_20130504_1424461656Bereits am Dienstagabend eröffnete die Freiwillige Feuerwehr ihren Feierreigen. Zur „Schlauchturmparty“ und zum „Tanz in den Mai“ riefen die Brandschutzbeauftragten auf und sorgten dabei für vielfältige musikalische Unterhaltung. Die Band „Remember“ ließ in der Halle Evergreens wie „Walking On Sunshine“ oder „I Will Survive“ erklingen, während DJ Rick aus Rosengarten im Hof das jüngere Publikum zu begeistern wusste.

Aktuelle Charts wurden gespielt, „das Neue von heute“, meinte der Discjockey. Sage und schreibe 1 300 Besucher kamen zu der Doppelveranstaltung. „Um 22 Uhr war es schon gerammelt voll. Wir waren angenehm überrascht“, wusste der Erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, Ralf Klotzbach, zu berichten. Der Eintritt war natürlich wie immer kostenlos, 60 Helfer waren im Einsatz, Zwischenfälle gab es keine. Bis um 2 Uhr nachts wurde gefeiert, doch am nächsten Morgen waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter schon wieder auf den Beinen.

Am Tag der offenen Tür galt es, das 25-jährige Bestehen des Technischen Zentrums in der Florianstraße gebührend zu feiern. Die kleinen Gäste konnten ihre Löschfähigkeiten an einem kleinen brennenden Modellhaus testen oder sich einfach in einer Hüpfburg sowie einem Mehrzweckboot austoben. Das neue Löschfahrzeug HLF 20 konnte besichtigt werden. Mit Geräten zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung ist das Gefährt bestens ausgestattet. Bei einer Vorführung galt es, eine Gasflamme einzudämmen. „Es wird sehr realistisch nachgestellt, was passiert, wenn eine Gasleitung abreißt“, erklärte Klotzbach.

Schutzanzüge verschiedener Kategorien wurden zur Schau gestellt, von Chemikalienschutzanzügen bis hin zu hitzebeständiger Kleidung. In einem Foyer wurde auf die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheims verwiesen. Von blauen Jacken mit Jeans aus den 1970ern konnte man die Entwicklung bis hin zu heutigen Brandschutzkleidern genauestens nachverfolgen.

Um 11 Uhr eröffnete Wehrführer Ralf Reiber die Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums. Unter dem Dach des Karlhalla-Carports des THW versammelten sich Zuhörer und Redner und demonstrierten nicht nur auf diese Weise den Zusammenhalt der Gefahrenabwehr. Freiwillige Feuerwehr, THW und DRK sind seit 1988 in der Florianstraße angesiedelt, wie auch die Polizei.

Bürgermeister Erich Maier erinnerte sich in seiner Ansprache an die damalige Zeit zurück: „Wer wie ich ein Leben lang in Lampertheim war, der weiß um die beengten Verhältnisse von früher.“ Doch nicht nur Platzmangel war in den 1980er Jahren vorherrschend, zudem lagen die einzelnen Organisationen auch an verschiedenen Standorten. „Ohne Wenn und Aber war die Entscheidung von damals sehr weitblickend“, stellte der Bürgermeister fest. Durch den Zusammenschluss finde man somit ideale Voraussetzungen im Rettungs- und Helferdienst vor.

Als eine absolute „Win-win-Situation“ bezeichnete Thomas Peppler vom Deutschen Roten Kreuz die Umstrukturierung vor einem Vierteljahrhundert. „Es ist eine Genugtuung, ein Meilenstein. Das Technische Zentrum hat einen positiven Charakter auf alle ansässigen Organisationen“, befand auch THW-Ortsbeauftragter Karl-Robert Röhrig.

„Ich fühle mich hier immer wohl und ich weiß, dass Sie immer bis zur letzten Minute ihre Aufgaben sehr ernst nehmen“, freute sich der Erste Kreisbeigeordnete Thomas Metz über die Einladung zum Tag der offenen Tür. „Die Gefahrenabwehr ist darauf angewiesen, vernetzt zu arbeiten, um ihre Aufgaben erfolgreich wahrzunehmen“, so Metz. Die Zusammenarbeit des TZ habe dabei eine Ausstrahlung, die weit über Lampertheim hinausgehe.

„Die Standortbestimmung war kein leichter Prozess“, wies Reiber in seiner abschließenden Rede darauf hin, dass sich solch ein Zentrum zur Gefahrenabwehr möglichst im Stadtkern befinden müsse und zugleich eine gewisse Größe für die einzelnen Stationen Voraussetzung für ein erfolgreiches Arbeiten ist. „Einige Einsatzkräfte hatten am Anfang Probleme mit dem neuen Standort, aber mit der Zeit hat es sich eingespielt. Die Zahl der Fahrer, die sich bei einem Notruf zunächst zur alten Station in der Wilhelmstraße aufmachten, bleibt geheim“, hatte der Wehrführer bei seinem Rückblick die Lacher auf seiner Seite. „Ohne die ehrenamtlichen Kräfte wäre die Lebensqualität in Lampertheim deutlich schlechter“, fand Reiber lobende Worte für seine 380 Mitarbeiter, die auch am Tag der offenen Tür wieder einmal mit vollem Engagement bei der Sache waren.

Text: Lampertheimer Zeitung

Bilder: RMH-Fototeam

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