Diesjährige Mitgliederversammlung mit Führungskräften und Gästen im Bürgerhaus Hofheim

Verbandsversammlung_Ho_2014Verbandsversammlung der Feuerwehren im Landkreis Bergstraße

HOFHEIM – Zur 90. Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Bergstraße hatte der Verbandsvorsitzende und Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller eingeladen und konnte nach einigen Musikstücken des Spielmannzuges Bürstadt Hofheim neben den Delegierten aus den Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren im Landkreis Bergstraße auch eine große Anzahl von Gästen begrüßen.

Neben dem Kreisbeigeordneten Kurt Knapp, der in Vertretung von Landrat Matthias Wilkes erschienen war, reihten sich auch die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht und der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer sowie Vertreter aus den Gemeinden in die Reihe der Ehrengäste ein. Nach seiner kurzen Begrüßung folgten Grußworte des Lampertheimer Bürgermeisters Gottfried Störmer. „Durch die große Zahl der Gäste aus Bundes-, Land- und Kreisebene wird die Wertschätzung der Feuerwehren deutlich“, machte Störmer klar. Die Wehren seien wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts. „Wenn es drauf ankommt, zeigen sie selbstlosen Einsatz, um das Leben, die Gesundheit und das Eigentum anderer zu schützen“, lobte damit das ehrenamtliche Engagement, den Gemeinschaftssinn sowie den Idealismus und Mut zur Verantwortung, den die Feuerwehrmänner an den Tag legten. Auch der Kreisbeigeordnete Kurt Knapp lobte den Einsatz: „Wir haben eine hervorragend aufgestellte Feuerwehr im Kreis Bergstraße, sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens“, meinte Knapp und bezog damit auch das gesellschaftliche Leben mit ein, wie den bevorstehenden Hessentag, zu dem zahlreiche Feuerwehrleute ihre aktive Unterstützung einbringen werden. Im Anschluss berichtete KBI Müller über das vergangene Jahr 2013. In seinem Jahresbericht ging er auf aktuelle, die Feuerwehren berührende Themen ein. Die Feuerwehr befinde sich in einem strukturellen Wandel. Änderungen bei den Einsatzanforderungen, Wechsel bei Fahrzeugtypen, sowie der Aufbau eines neuen modernen digitalen Funknetzes und einiges mehr wirke sich genau so aus wie personelle Veränderungen, verursacht durch die demografische Entwicklung oder auch die fehlende Bereitschaft ehrenamtlich für Andere da zu sein. Deshalb sei die Aufgabenverteilung, Spezialisierung auf besondere Aufgabenschwerpunkte sowie eine noch engere inhaltliche Zusammenarbeit notwendig, um die Herausforderungen in Zukunft bewältigen zu können und personellen Engpässen, insbesondere während des Tages (Tagesalarmsicherheit) entgegenzuwirken. Zu oft werde die Feuerwehr als „Mädchen für alles“ missbraucht, obwohl die Belastung des Einzelnen die zumutbare Grenze für ehrenamtlichen Dienst bereits deutlich überschritten sei. „Wir müssen wieder zeigen, was unsere eigentlichen Pflichtaufgaben, Brandbekämpfung und Technische Hilfe, sind und was zusätzlich an freiwilligen Tätigkeiten geleistet wird“, meinte Müller. Die Personalstärke beträgt derzeit 2.736 aktive Feuerwehrdienstleistende im Landkreis Bergstraße, darunter 347 Frauen. Hinzu kommen noch 1099 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren des Landkreises, 689 Musiker und 980 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung.

Weiterhin berichtete er über insgesamt 2.368 Einsätzen im Landkreis, davon 502 Brände, 1564 technische und allgemeine Hilfe, sowie 78 blinde Alarmierungen und 224 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Bei den Einsätzen konnten insgesamt 391 Menschen gerettet werden. „Diese beachtliche Leistung ist nur möglich dank des vorbildlichen Einsatzes unserer Freiwilligen. Ich nehme dies gerne zum Anlass, unseren „Helden des Alltags“ meinen ganz besonderen Dank auszusprechen“, betonte Müller.  Außerdem berichtete Müller. Dass die Hessische Landesregierung in Sachen Katastrophenschutz 25 Mio. Euro bereitgestellt hat, dafür wurden unter anderem insgesamt 27 Notstrom-Großaggregate mit einem Gesamtwert von rund 3,34 Mio. Euro für eine flächendeckende, landesweite Ausstattung der unteren Katastrophenbehörden beschafft. Mit der Beschaffung von 26 Gerätewagen Logistik reagierte das Land Hessen auf die gestiegene Zahl von Hochwasserlagen. „Bei unserem Hochwassereinsatz Ende Mai an der Weschnitz bei Biblis, haben die Feuerwehren aus dem Kreis Bergstraße und darüber hinaus gezeigt, dass die flächendeckende Gefahrenabwehr funktioniert“, berichtete Müller. Kurz ging Müller in seinem Jahresbericht auch auf die Brandschutzerziehung, die Jugendarbeit, das neue Digitalfunknetz sowie die flächendeckend einzuführende Weck- und Warnmöglichkeit bei Katastrophen für die Bevölkerung ein.

 

Ouellenangabe: Text/Bild Eva Wiegand; TIP Verlag Lampertheim

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