Doppelter Grund zur Freude

StLF_GW_HofheimFREIWILLIGE FEUERWEHR Jahrelange Bemühungen zahlen sich aus / Gerätewagen „Hochwasserschutz“ in Hofheim stationiert

HOFHEIM/RIED – Das hat es in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim bislang noch nicht gegeben: An einem Tag durfte Wehrführer Dirk Wagner im Namen aller Feuerwehrkameraden gleich zwei neue Einsatzwagen offiziell in Empfang nehmen – die Ausstattung mit dem Gerätewagen (GW) „Hochwasser“ und dem Löschfahrzeug 20/25 erhöht zweifellos die Schlagkraft der Hofheimer Wehr, die neben Brandbekämpfungen auch vielfältige technische Hilfeleistungen erbringt.

Wie bereits Ende April berichtet, haben die Gremien der Brandschutzaufsicht und des Katastrophenschutzes des Kreises Bergstraße zugestimmt, den „GW Hochwasser“ im Hofheimer Feuerwehr-Stützpunkt zu stationieren. Dieses Spezialfahrzeug wurde komplett vom Land Hessen finanziert, und die hierfür anfallenden Unterhaltungskosten werden ebenfalls aus dem Landesetat übernommen, da die Einsätze im gesamten Kreisgebiet erfolgen werden. Wehrführer Wagner begrüßte am Samstagabend zahlreiche Gäste aus den Reihen der Wehrführung benachbarter Gemeinden sowie Vertreter der Kommunalpolitik und viele Hofheimer Floriansjünger am Feuerwehrgerätehaus, die Feierstunde zur Fahrzeugübergabe eröffnete musikalisch der FFW-Spielmannszug Hofheim/Bürstadt.

In seiner Ansprache gab Wagner einen Überblick über technische Details und die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten zur Beschaffung der nach neuesten technischen Erkenntnissen ausgerüsteten Wagen. Das Löschfahrzeug 20/25 löst das nunmehr 30 Jahre alte LF 16-TS ab, bereits 2006 streckte die Hofheimer Wehrführung die Fühler nach einem diesbezüglichen Ersatz aus. Konstruktive Ideen zur Verwirklichung dieses Vorhabens holten sich die Hofheimer FFWler bei vielen Besuchen befreundeter Feuerwehren im Kreisgebiet sowie auf Fachmessen von Fahrzeugherstellern, loteten Zuschussmöglichkeiten aus dem Hessischen Landeshaushalt aus, letztendlich trug die Stadt Lampertheim die Hauptlast der Finanzierung.

Die offizielle Übergabe des imposanten Löschwagens oblag dem Ersten Stadtrat Jens Klingler, er hob die allgemeine Ausstattung der Wehren als eine elementare Aufgabe der Stadt Lampertheim zum Schutz der Bürger hervor. Einen großen Schlüssel überreichte er symbolisch an Stadtbrandinspektor Klaus Reiber. Seinem Dank für die Beschaffung des StLF 20/25 fügte Reiber hinzu, dass das Fahrzeug als solches nichts wert sei, wenn keine ausgebildete Truppe von verantwortungsvollen Wehrleuten in Aktion treten könne. Allzeit wünschte er den Einsatzkräften eine unfallfreie Fahrt und eine gesunde Heimkehr. Den symbolischen Schlüssel gab Reiber an den Hofheimer Wehrführer Dirk Wagner weiter.

Zuvor hielten die beiden Hofheimer Pfarrer Holger Mett von der evangelischen Kirchengemeinde sowie Pfarrer Adam Malczyk von St. Michael eine kurze Andacht mit Gebet und segneten gemeinsam die beiden neuen Feuerwehrwagen. Ortsvorsteherin Rita Rose würdigte das Engagement der Hofheimer Feuerwehr, die stets in selbstloser Weise Menschenleben und das Hab und Gut der Bürger aus vielfältigen Gefahren rette.

In Vertretung des Landrates entbot Kreisbeigeordnete Rita Schramm (Biblis) Grußworte an die Hofheimer Wehr und erinnerte an die großartige Hilfeleistungen aller Wehren im Ried bei dem tagelangen Hochwassereinsatz in Biblis im Juni vergangenen Jahres. Mit der Inbetriebnahme des Gerätewagens „Hochwasser“ habe der Kreis Bergstraße einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Katastrophenhilfe getan.

FAKTEN

Löschfahrzeug StLF 20/25: Gesamtkosten rund 270 000 Euro; Ausrüstung: 2 500 Liter Wassertank, Pumpe mit 2 000 Litern Förderung pro Minute, Stromerzeuger, Rettungsschere, Wärmebildkamera und umfangreiche Gerätschaften zur Brandbekämpfung. Der Feuerwehrverein finanzierte mit rund 10 000 Euro einen Druckbelüfter, einen Wasserwerfer und weitere Geräte.

Gerätewagen „Hochwasser“: Finanzierung: Land Hessen 175 000 Euro. Ausrüstung: mehrere Pumpen, neun Rollcontainer, 1 000 Meter Schlauchmaterial, zahlreiche Gerätschaften für Hilfeleistungen im Katastrophenfall.

 

Quellenangabe: Text/Bild Lampertheimer Zeitung vom 19.05.2014

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