Feuerwehrhaus in Hüttenfeld offiziell eingeweiht

Hüttenfeld. “Ein großes Unterfangen ist glücklich geendet.” Was Bürgermeister Gottfried Störmer am Montagabend bei der offiziellen Einweihung des umgebauten Hüttenfelder Feuerwehrhauses sagte, sprach den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr offensichtlich aus der Seele. Groß war die Erleichterung, dass nach jahrelangem Vorlauf und einer siebenmonatigen Bauphase das neue Haus inklusive Sozial- und Schulungsräumen sowie einer geräumigen Fahrzeughalle in Betrieb genommen werden konnte.

In seiner Rede vor zahlreichen Repräsentanten der lokalen Politik und anderer Wehren umriss Wehrführer Thorsten Schröder den langen Weg vom Bau 1978 bis zur Inbetriebnahme einer modernen Einrichtung, die neuesten Standards und Anforderungen entspricht. Das Ergebnis der Anstrengungen sieht er nicht als Luxus, sondern als “unverzichtbarer Teil der Infrastruktur, die dem Schutz der Bürger dient”.

Seit der 1992 erfolgten Aufstockung habe nicht nur das Erscheinungsbild gelitten, darüber hinaus sei das alte Heim technisch und funktionell eine Katastrophe gewesen. Die Einfahrt war zu tief, so dass sich dort Wasser sammelte, getrennte Duschen für Frauen und Männer habe es nicht gegeben, einige Elektroleitungen konnten nicht mehr gefahrlos benutzt werden und für Kinder und Jugendliche habe akuter Platzmangel geherrscht.

Ein erster Anlauf erfuhr 1997 eine Ablehnung, aber – so Schröder – in den vergangenen 10 Jahren hätten die Hüttenfelder Floriansjünger mehr und mehr Gehör bei der Stadtverwaltung gefunden. Nach zahlreichen Sitzungen und Ortsbegehungen hätten die Verantwortlichen die Weichen gestellt und die finanziellen Mittel 2013 in den Etat eingestellt. Anfang 2014 begann der Rückbau, Ende Mai die Bauphase.

Der Wehrführer dankte den Bürgern, die in den Monaten der Auslagerung der Feuerwehr in ihren privaten Räumlichkeiten Unterschlupf gewährten und halfen, deren Funktionsbereitschaft aufrechtzuerhalten. Für ihre Verdienste im Rahmen der Umbauarbeiten ehrte er die Kameraden Albert Moos, Jens Kilian, Klaus Ehret und Erik Händler.

Der Einzug erfolgte am 27. November 2014, kleinere Arbeiten fallen noch immer an. Stadtbrandinspektor Klaus Reiber blickte auf “unerträgliche Zustände” zurück und zeigte sich begeistert von der “neuen Anlaufstelle für Einsatzkräfte und Nachwuchs”. Störmer rief noch einmal die Statistik ins Gedächtnis: “Von 145 Quadratmetern Nutzfläche 1978, über 307 seit 1992, sind es nun 647 Quadratmeter, die zur Verfügung stehen.” 24 Firmen hätten mitgewirkt, die Hälfte davon aus Lampertheim und Hüttenfeld. Und: “Die Kostenschätzung von 550 000 Euro wurde eingehalten.” 110 000 Euro schoss das Land zu, um das Wirken einer Institution zu unterstützen, die Störmer als “älteste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative” bezeichnete.

Darüber hinaus gab es weiteren Grund zur Freude: Das neue Mannschaftstransportfahrzeug wurde übergeben. Schröder lobte das Wirken des Feuerwehrvereins Hüttenfeld, der für diese Anschaffung seit Jahren Rücklagen bildete und sich mit einem Anteil von 37 Prozent an der Kaufsumme beteiligte.

Bevor bei einem kleinen Imbiss die Geselligkeit gepflegt wurde, ehrte die Hüttenfelder Feuerwehr Fred Schollmaier für seine 40-jährige Mitgliedschaft mit dem Goldenen, sowie Michael Hoschkara, Frank Plenert und Thorsten Schröder für 25-jährige Zugehörigkeit mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen.
Quelle: © Südhessen Morgen, Mittwoch, 13.05.2015

Link zum Artikel: https://www.morgenweb.de/region/sudhessen-morgen/lampertheim/freude-uber-neue-heimat-der-feuerwehr-1.2242205

Weitere Presseberichte:

http://www.lampertheimer-zeitung.de/lokales/lampertheim/zum-schutz-der-buerger_15329316.htm

http://tip-verlag.de/sieben-monate-bauzeit-und-viel-eigenleistung/

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