Die Feuerflitzmäuse machen den Donnersberg unsicher

Imsbach/Falkenstein/Hofheim – Am Samstag, den 11.07.15 fand unser alljährlicher Ausflug der Kinderfeuerwehr “Feuerflitzmäuse” statt. In diesem Jahr ging es über den Rhein und in die nördliche Pfalz, wo wir den höchsten Berg der Pfalz, den Donnersberg, unsicher machten.

Bereits am Samstagmorgen brummte es vor dem Gerätehaus in der Backhausstraße wie in einem geschäftigen Bienenstock: Fast alle unserer Kinderfeuerwehr-Mitglieder konnten an diesem Ausflug teilnehmen, so dass unsere drei Fahrzeuge fast voll besetzt waren. Auch alle Betreuer der Kinderfeuerwehr hatten an diesem Tag frei und konnten zusammen mit unseren Feuerflitzmäusen auf die Walz in die Pfalz gehen – und so ging es über den Rhein nach Imsbach, der ersten Station unserer Tagestour.

Dort erwartete uns eine Reise unter den Donnersberg – denn wir “fuhren” in die “Weiße Grube”, ein Besucherbergwerk der Bergbau-Erlebniswelt Imsbach. Nach der Ankunft in Imsbach und einer kurzen Frühstückspause machten wir uns gestärkt zu diesem Besucherbergwerk, wo auf uns eine sehr interessante Führung erwartete. Zuerst gab es über Tage eine kurze Einführung, einige einleitende Worte unseres Grubenführers, der erklärte, wie der Donnersberg entstanden ist und warum hier so viele Bergwerke zu finden sind, bevor es gut eingekleidet in die Welt unter Tage ging. Dort unten erlebten wir eine Zeitreise von den ersten Anfängen des Bergbaus in diesem Bergwerk im Mittelalter über die frühe Neuzeit bis zu den letzten Abbauversuchen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Interessant war es für alle von uns – nicht nur die Kinder staunten über die engen Stollen des Mittelalters, die für sie gerade groß genug erschienen, auch wir Erwachsenen konnten die Tatsache würdigen, dass damals alles per Handarbeit mit Eisen und Schlägel in mühevoller Arbeit aus dem harten Gestein herausgehauen wurde. Herr Bauer, unser Führer durch die Welt untertage, zeigte und erklärte uns sehr viel und vor allem sehr kindgerecht – eine tolle Leistung und sehr empfehlenswert!

Anschließend ging es wieder über Tage, wo wir noch einige Steine mit den dort vorkommenden Mineralien mitnehmen konnten und wo uns erklärt wurde, wie damals das Gestein zerkleinert wurde, um an die kostbaren Erze zu kommen.

Nach gut zwei Stunden voller interessanter Informationen verabschiedeten wir uns dann von der Weißen Grube und nahmen Kurs auf Falkenstein – dort besichtigten wir die Burgruine Falkenstein, auf der an diesem Wochenende auch ein Mittelaltermarkt stattfand. Hier konnten wir neben der Ruine auch diverse Handwerker, Schaukämpfer, Gaukler und Musikgruppen bestaunen, die das Mittelalter wieder zum Leben erweckten.

Anschließend ging es dann wieder heimwärts, wo wir den Tag dann gemeinsam mit den Eltern unserer Feuerflitzmäuse beim Grillen ausklingen ließen.

Hier möchte ich mich nochmals bei allen Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf des Ausflugs und des Grillabends sorgten, die als Betreuer mit mir gemeinsam den “Sack voll Flöhe” hüteten, die Salate für den Grillabend bereitstellen, bedanken – und ein besonderer Dank gebührt unserem Kameraden Raimund Lösch, der – wie so oft für unsere Feuerwehr – uns als der Grillmeister wie immer hilfsbereit und großartig unterstützte. Vielen Dank nochmals!

Text: Andreas Schneider / Bilder: Tanja und Andreas Schneider

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