Tag der offenen Tür

Unterm Schlauchturm ist viel los

LAMPERTHEIM. 1. Mai, Freiwillige Feuerwehr Lampertheim-Mitte, Florianstraße, Tag der offenen Tür: dieser Tag ist vor allem bei Familien mit Kindern beliebt und deshalb dick im Terminkalender eingetragen. “Seit mehr als 30 Jahren gibt es den besonderen Tag mit großer Fahrzeugausstellung, Führungen durch das Feuerwehrhaus und den Schlauchturm, Vorführungen und Aktionen für die ganze Familie”, erklärte Ralf Klotzbach, Erster Vorsitzender des Feuerwehrvereins und Zugführer. Und seit 27 Jahren findet auch der Tanz in den Mai am Vorabend statt. Der zog dieses Mal rund 1000 Partygäste an.

“Hauptsächlich junge Leute”, so Klotzbach. Wegen dem Regen wurde die Party in die Fahrzeughalle verlegt. Bis 3 Uhr in der Frühe war der Vorsitzende auf den Beinen und am nächsten Morgen um 8 Uhr wurde die Feuerwehr-Mitte zum Brandeinsatz nach Hofheim gerufen (siehe Seite 19). “Ein Löschzug als Reserve”, erläuterte Klotzbach.

Doch den Kameraden war kein bisschen Müdigkeit anzumerken, als sie um Punkt 10 Uhr die Tore des Technischen Zentrums öffneten. “Das ist Feuerwehr live”, sagte Klotzbach lächelnd. Im Übrigen sei er froh, dass der Alarm nicht während des Familienfestes einging. Auch die Kollegen aus Hofheim und Hüttenfeld kamen später zu Besuch. “Das ist schon Tradition. Damit wollen wir auch zeigen: Wir arbeiten zusammen”, betonte der Vorsitzende und fügte hinzu: “Die Feuerwehr ist eine große Abteilung der Stadt Lampertheim.”

Die Zuschauer bestaunten unterdessen die Vorführungen, zum Beispiel das korrekte Anziehen der verschiedenen Schutzanzüge und das Anlegen eines Atemschutzgerätes. “30 Kilogramm wiegt die Brandschutzkleidung mit Atemschutzgerät”, erklärt Klotzbach. Das verlange von jedem Feuerwehrmann und jeder Feuerwehrfrau natürlich eine körperliche Fitness. Einmal im Jahr würden alle Mitglieder der Einsatzabteilung dahingehend gecheckt.

An solche Prüfungen und hartes Training denken natürlich die vielen kleinen Besucher, die fröhlich zum Tag der offenen Tür kommen, noch nicht. Vor allem viele Jungs haben den Traum, Feuerwehrmann zu werden. Darum interessieren sie sich an so einem Tag insbesondere für die Fahrzeuge. Stolz drehen sie – wie der siebenjährige Bastian – am großen Lenkrad der Löschfahrzeuge oder begutachten die Ausrüstungen der Gerätefahrzeuge.

In den Genen

Viele bewundern auch das Einsatzleitfahrzeug, das im Kreisgebiet bei Großbränden eingesetzt wird. Der kleine Tim ist noch keine zwei Jahre alt und bereits ein großer Feuerwehrfan, verrät Papa Kai Arnold. Derweil erklären Fabio und Fabian von der Jugendfeuerwehr dem siebenjährigen Johannis, wie ein Strahlrohr funktioniert. Auch der vierjährige Sam scheint ein Feuerwehrgen in sich zu tragen. Mit ihm könnte ein Erwachsener fachsimpeln. Doch das ist kein Wunder, schließlich er ist der Sohn Sebastian Herweh, dem Jugendwart des Vereins.

Die Kameraden der Jugendfeuerwehr sind ebenfalls ganz wichtig an diesem Tag. Sie haben verschiedene Mitmach-Stationen aufgebaut, an denen Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen oder bei den Vorführungen Wissenswertes erfahren können. Ob Dosen- und Pfeilewerfen, Angeln oder einen inszenierten Brand löschen – die Spiele sind sehr beliebt.

Selbst die Nachbarn der Polizeistation Lampertheim-Viernheim schauen vorbei und lassen die Kinder ihr Einsatzfahrzeug inspizieren. Polizeikommissar Maximilian Pauli zeigt, wo das Blaulicht angestellt wird. Und weil solch ein Erlebnistag hungrig und durstig macht, sind viele fleißige Helfer im Einsatz, um alle Gäste zu versorgen.

Text: Südhessen Morgen, 02.05.2016

Bilder: Thorsten Gutschalk

[Bericht des Südhessen Morgen]

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