Hofheim: Vorschulkinder zu Gast bei der Feuerwehr

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Großeinsatz für die Hofheimer Brandschützer: 55 Vorschulkinder der katholischen und kommunalen Kita sowie des Kindergartens Rosengarten haben am Dienstag die Freiwillige Feuerwehr besucht. Auf dem Programm standen Notruftraining, ein Steichholz-Führerschein und andere aufregende Sachen.

„Wir sind alle erfahrene Eltern, die selbst Kinder haben”, stellte Andreas Schneider, Leiter der Kinderfeuerwehr, sich und die Kameraden bei der Begrüßung im Gerätehaus vor. Die Feuerwehrautos standen auf dem Hof und wurden schon bei der Ankunft neugierig betrachtet. In vier Gruppen aufgeteilt, durchliefen die Mädchen und Jungen mehrere Stationen, eine davon war der Umkleideraum der Jugendfeuerwehr. Beim Öffnen der Tür drang sofort dichter Qualm ins Treppenhaus, und Feuerwehrmann Marco Necke erklärte, dass es sich hier um eine Rauchsimulation handle. Die Wärmebildkamera sei hier ein wichtiges Hilfsmittel bei Personensuche oder dem Aufspüren von Brandherden. Wie das Gerät funktioniert, verdeutlichte eine im Spint versteckte Flasche mit Warmwasser, die auf dem Schwarz-Weiß-Monitor hell leuchtete. Während dessen erklärte Heiko Seib den vor der Tür Wartenden, dass Brandrauch wärmer als die Umgebungsluft ist und nach oben steigt, „deswegen krabbeln wir auch immer auf dem Boden”.

Durch die kindgerechten Erläuterungen hatten die Brandschützer die volle Aufmerksamkeit der Gruppe. Wie man sich die Notrufnummer 112 ganz einfach merken kann, zeigte Andreas Schneider: „Den rechten Daumen nach oben, den linken Daumen nach oben, dann die beiden zusammenführen, ergibt 112. Und jetzt ihr.” Die Feuerwehr lösche nicht nur, sondern komme auch bei Unfällen oder wenn etwas auslaufe. „Feuerwehr und Rettungsdienst Kreis Bergstraße”, meldete sich Schneider am Telefon, nachdem ein Kind am zweiten Apparat einen Notruf abgesetzt hatte. Wo ist es passiert? Was ist passiert? Gibt es Verletzte? „Ihr braucht nichts auswendig lernen, der Andere am Ende der Leitung fragt euch alles, ihr müsst nur warten”, nahm er den Kindern die Scheu.

Was beim Anmachen einer Kerze mit einem Streichholz zu beachten ist, zeigte Stefanie Bär. Dabei lernten die Kids, dass das immer nur in Anwesenheit eines Erwachsenen geschehen und der Untergrund nicht aus brennbarem Material bestehen darf. Damit sich keiner die Finger verbrennt, nie den Zündkopf nach unten halten, denn die warme Luft steigt nach oben. Auf den Tischen standen Schalen mit Sand und Wasser bereit, in die das ausgepustete Zündholz dann entsorgt wurde. „Man kann auch mit Schaum löschen”, wusste ein Mitglied der Feuerflitzmäuse über Feuerlöscher Bescheid. „Da sind Kinder dabei, das gefällt mir gar nicht, wie die gekleidet sind”, blickte Bär mit einem Augenzwinkern in die Runde. Hier eine Mütze, da ein Schal, dort offene lange Haare – alles Risikofaktoren, die es vor dem Entzünden der Kerze zu beseitigen galt.

Für viele Fragen sorgte auch der Inhalt des Löschgruppenfahrzeugs. Schläuche in verschiedenen Größen samt der passenden Strahlrohre, Trennschleifer, Werkzeug aller Art, ein großer Ventilator, Spreizer, Brechstangen, Notfallkoffer, Holzlego-Steine (Unterbauklötze) und vieles mehr gab es da zu entdecken. „Meint ihr, damit kann man auch die Fingernägel schneiden”, fragte Andreas Keim mit Blick auf die Rettungsschere. „Nein, das ist um ein Auto in Teile zu schneiden”, wussten die Steppkes. Einen bleibenden Eindruck hinterließ sicher auch Paul Helbig, der sich unter anderem mit Flammschutzhaube, Helm, Pressluftatmer, Lungenautomat und Atemluftflasche präsentierte. Nach aufregenden Stunden ging es im Feuerwehrauto wieder in die Kindergärten zurück.

Text & Bild: Lampertheimer Zeitung vom 10.05.2017, Petra Gahabka

 

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