Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim

Tag der offenen Tür FF LampertheimLAMPERTHEIM – Premiere bei der Freiwilligen Feuerwehr: Zum ersten Mal fand der Tag der offenen Tür ohne die traditionelle Schlauchturmparty am Tag zuvor statt. „Ertrag und Nutzen standen in keinem Verhältnis mehr“, erklärte Vorstandsmitglied des Feuerwehrvereins Tim Baumbusch. Am Sonntag seien sogar noch einige Feierfreudige vorbeigekommen, die man dann aber wieder wegschicken musste. Man wolle den Fokus lieber voll und ganz auf den Tag der offenen Tür legen, „zwei Tage am Stück gehen auch einfach auf die Substanz“, erklärte Baumbusch.

Brandschutz im Haushalt ist Thema

„Wir haben den großen Vorteil, dass wir weitgehend wetterunabhängig sind“, so Baumbusch. Trotz Dauerregen fanden große Menschenmengen an diesem Tag den Weg zu Feuerwehr, wo rund 70 Helfer tatkräftig im Einsatz waren, davon etwa 30 aus der Jugendfeuerwehr, um sich und ihre Tätigkeit allen Interessierten gut zu präsentieren.

„Die Anzahl der Vorführungen ist immer ein wenig auf der Strecke geblieben, da die Belastung am Tag zuvor so groß war“, erklärte Baumbusch. Am Sonntag konnten gleich fünf solcher Vorführungen stattfinden: Zum einen wurde die vielfältige Schutzkleidung gezeigt, die bei Einsätzen angelegt werden muss. Nach dem Mittagsessen wurde demonstriert, wie man eine brennende Couch löscht, und welche Rauchentwicklung bei Kunststoffen typisch ist. Auch das Thema Rauchmelder und Brandschutz im Haushalt wurde hier mit aufgenommen.

Die Jugendfeuerwehr veranschaulichte das Löschen an einem Holzhaus und später gab es noch einige Experimente rund um Brände und Löschen für Kinder, bei denen es auch um Fettbrände und brennende Spraydosen ging. Zuletzt löschte man noch einen brennenden Kleinwagen. „Der muss danach entsorgt werden“, so Baumbusch, „denn nach dem Brand ist nicht mehr viel davon übrig“.

Auf dem ganzen Gelände lockte der umfangreiche Fuhrpark, den man auch von innen besichtigen konnte. Hier gab es verschiedenste Feuerwehrfahrzeuge wie Lösch-, Geräte- und Rüstungsfahrzeuge, aber auch Mehrzweckboote, Containerfahrzeuge und sogenannte Wechsellader, die die Container auf- und abladen. Auch einen großen Einsatzleitwagen, der dem Land Hessen gehört, in Lampertheim stationiert ist und von Feuerwehr und THW betreut wird, gab es zu bestaunen. Dieser kommt bei Großschäden zum Einsatz und bietet Platz für eine große Mannschaft sowie eigenen Funkraum und eine Art Büro zur besseren Organisation des Einsatzes. Bei Matthias Cring und Volker Ahl konnten Interessierte in ein sogenanntes Rauchzelt gehen, in dem realistisch nachempfunden werden konnte, wie man sich als Feuerwehrmann im brennenden Haus fühlt. „Verschiedene Hindernisse im Zelt verdeutlichen die Schwierigkeit, sich bei einem Einsatz in unbekannten Räumlichkeiten zurechtzufinden“, so Cring. Wer wollte, konnte sich in komplette Einsatzmontur einkleiden und auf die Suche nach einer Puppe gehen, die gerettet werden musste. „Mit einer Wärmebildkamera schaut man dann, wo sich bestimmte Objekte und Personen befinden“, erklärte Ahl.

In der Fahrzeughalle gab es für die kleinen Besucher bei Angelspiel, Glücksrad und Dartwand umfangreiche Unterhaltung und Zuckerwatte zum Naschen. „Natürlich haben wir auch wieder unser Brandhaus zum Löschen“, so Jugendwart Sebastian Herweh. Draußen konnte sich zudem auf einer Hüpfburg ausgetobt werden.

Text: Lampertheimer Zeitung

Bilder: Thorsten Gutschalk

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