Ferienspiele bei der Jugendfeuerwehr und dem Jugendrotkreuz bieten lebendige Eindrücke

FerienspieleLAMPERTHEIM.Elias’ “Wunde” wird mit einem professionellen Handverband von Elke Höpfl, Ausbilderin des Ortsverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und Leiterin des Jugendrotkreuzes (JRK), versorgt. Währenddessen betupft JRK-Mitglied Aileen mehrere Stellen am Körper von Sofia mit Schminke, damit es aussieht, als ob sie blute. Betreuer Sven Brechtel streift sich einen blutdurchtränkten Armverband ab und hilft Sina beim Löschen des Feuers am Brandhaus, während Greta hochkonzentriert an der Station der Jugendfeuerwehr angelt.

Auf dem Gelände des Technischen Zentrums an der Florianstraße wird den Kindern, die an den Ferienspielen der Jugendförderung teilnehmen, am Donnerstag allerhand geboten. Das Spielmobil hat Susanne Camus vor den Fahrzeugen des Technischen Hilfsdienstes geparkt. Die Spielgeräte und Bastelutensilien aus dem Bauch des ausrangierten Feuerwehrautos sind wieder sehr gefragt. Im aufgebauten Atelier malen kleine Künstler bunte Bilder, angelehnt an die Werke von Maler Friedensreich Hundertwasser.

“Heute sind 50 Kinder bei der Jugendfeuerwehr und dem Jugendrotkreuz zu Gast”, erklärt Camus. 35 Mädchen und Jungen kommen aus der Ferienganztagsbetreuung Kinderhütte, der Rest ist spontan so dazugekommen. Höpfl und ihre jugendlichen Mitstreiterinnen im Alter von 13 bis 18 Jahren haben eine Kiste voll Mullbinden aufgestellt, aus der sich die Kinder bedienen können. Unter der Anleitung der jungen Rotkreuzhelfer können sich die Kinder selbst oder gegenseitig verbinden. Dass es verschiedene Arten von Verbänden gibt, erklären die Jugendlichen. Manche Ferienspielkinder nehmen auch lieber ein Stofftier aus und so erhält der Teddy einen Kopfverband und der kleine Dino scheint auch eine Verletzung zu haben, die verbunden werden muss.

Weil sich die Jugendfeuerwehr wie auch die Einsatzkräfte in den unterschiedlichsten Gebieten engagieren, haben die Mitglieder auch verschiedene Stationen für die Ferienspielkinder aufgebaut. Feuerwehrmann Luca Rosenberg zählt 14 betreuende Jugendliche von der Freiwilligen Feuerwehr Mitte. Im Vordergrund des Feuerwehrdienstes stehe das Löschen. Das können die Kinder an einem Brandhaus ausprobieren. Jugendfeuerwehrmann Linus entfacht immer wieder aufs Neue die Flammen und die Kinder haben Spaß beim Hantieren mit dem Wasserstrahl.

Suche im Nebel

Sollten sich Personen oder Tiere in einem brennenden Haus befinden, müssen sie aus der Gefahrenzone gerettet werden. Um das zu demonstrieren, ist in der Wache der Nebelparcours aufgebaut. Lars reicht den Ferienspielkindern Kleidung der Jugendfeuerwehr, außerdem Arbeitshandschuhe, Schutzhelm und Atemschutzmaske. Dann sollen sie in einem dunklen Raum, in dem Hindernisse aufgestellt sind, nach einem Verletzen in Form einer Puppe suchen und können erleben, wie anstrengend die Arbeit eines Feuerwehrmannes ist.

Text: Südhessen Morgen

Bilder: Feuerwehr Lampertheim

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