Lampertheimer beseitigen Müll bei Aktion „Saubere Gemarkung“

2018 Saubere Gemarkung LampertheimLAMPERTHEIM – Regenwolken standen noch am Morgen über Lampertheim. Trotzdem ließen sich die hochmotivierten Helferinnen und Helfer beim Tag der „Sauberen Gemarkung“ nicht abhalten. Später wurde das Wetter merklich besser. 433 Personen waren es insgesamt, die in den vier Stadtteilen fest mit anpackten. Christian Pfeiffer, Pressesprecher der Stadt Lampertheim, bestätigte die Zahl und listete die Aktivitäten in den Stadtteilen folgendermaßen auf: „In der Kernstadt haben sich 25 Vereine mit 275 Personen engagiert. Dazu kamen 12 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und 15 Helfer des THW. In Hofheim halfen fünf Vereine mit (insgesamt 35 Personen), in Hüttenfeld waren es 6 Vereine mit 80 Personen und in Rosengarten noch einmal 30 Personen.“

Nicht alles wird vom Hochwasser angeschwemmt

Besonders am Altrhein waren die Hecken von schwer abbaubarem Zivilisationsmüll verunziert. Dieser Müll dort stammte aber nicht nur von rücksichtslosen ortsansässigen Zeitgenossen, sondern war auch vom Hochwasser angeschwemmt worden. Aber freilich nicht alles.

„Die vielen Flaschen stammen hier von Leuten, die grillen oder Picknick machen“, ist sich Vanessa Marsch sicher. Sie ist die Leiterin der DLRG Jugend und war mit ihrer Gruppe am Altrhein beschäftigt. Insgesamt waren 20 junge Wasserretter am Werk, um den Feldweg oberhalb der Altrheinbrücke zu reinigen. Um 8.45 Uhr hatten sie angefangen und bis zum Ende der Aktion etwa 20 Säcke Müll gesammelt. „Den meisten Teilnehmern hat’s Spaß gemacht“, erzählt Vanessa, und es wurde sogar ein Wettbewerb veranstaltet, wer die originellsten Stücke findet.

Die Jugendfeuerwehr Lampertheim war bei der Ostumgehung beschäftigt. Von einer etwa gleichgroßen Gruppe wie bei der DLRG Jugend wurden dort etwa 20 bis 30 Säcke Müll eingesammelt, was Tim Baumbusch, der Vorsitzende der Feuerwehrjugend, nicht für eine besonders auffällige Menge hält. „Wir machen hier schon seit vielen Jahren mit, aber dieses Jahr war nix Spezielles dabei“, so sein Kommentar. Gefreut hat er sich aber über die Reaktion von manchen vorbeifahrenden Autobesitzern, die sich ausdrücklich bedankt hätten. „Vielleicht wird durch solche Aktionen das Umweltbewusstsein geschärft und die Leute passen besser auf, wohin sie ihren Abfall werfen“, so der Jugendfeuerwehrmann.

Der Wassersportverein Lampertheim 1929 verband die Aktion „Saubere Gemarkung“ mit den anstehenden Arbeiten auf dem Vereinsgelände. Lange vor 9 Uhr waren dort bereits dreißig jüngere und ältere Sportler in Aktion. Sie hatten sich zu verschiedenen Arbeitsgruppen zusammengefunden. Stefan Sand hatte Ellen, Tristan, Mya und Lya um sich versammelt und schnitt die ausgewucherten Zweige an der Hecke. Um Dieter Brechenser hatte sich eine andere Gruppe gebildet, die das Gelände am Ufer begradigte und mit Sand und der Erde auffüllte, die vorher von dem Platz abgetragen worden war, wo in dieser Woche ein Klettergerüst aufgebaut werden wird. Weiter vorn arbeitete eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit Laubrechen auf der Wiese.

Bezogen sich diese Arbeiten unmittelbar auf das Vereinsgelände, waren andere WSV-Mitglieder gerade dabei, die Gemarkung zwischen der Brücke zum Biedensand und dem Motorboothafen von Plastik und anderem Abfall zu befreien. Dort pflückte Erika Gabler bunte Kunststoffstücke aus den Zweigen, die vom letzten Hochwasser übriggeblieben sind. „Irgendjemand muss dieses Zeug doch auch hier rausholen. Sie und ihre Vereinskameraden brachten am Ende etwa 15 Säcke Müll zusammen.

Während es bei den Wassersportlern um 12 Uhr belegte Brötchen und kalte Getränke gab, machten sich die anderen Gruppen auf den Weg zum THW-Gelände. Dort wurde den Helfern ein Teller warme Erbsensuppe oder, alternativ dazu, Chili con Carne gereicht. „Die bestellten 300 Portionen haben wir auch alle bis 13 Uhr ausgegeben und ich glaube, alle wurden satt“, freute sich Carsten Aust, der für den THW an der Ausgabe stand. Dazu gab´s noch einen Gutschein von 5€ für ein Eis. Gespendet waren diese Gutscheine von Eis-Oberfeld, der sich auf diese Weise für die Saubere Gemarkung erkenntlich zeigte.

Text: Lampertheimer Zeitung

Bilder: Thorsten Gutschalk

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