Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Hofheim

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Die Freiwilligen der Feuerwehr Hofheim fahren im Jahr etwa 50 Einsätze in Hofheim und Rosengarten. Bei vielen der Einsätze handelt es sich um Brände. Wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen ist, davon konnten sich die Besucher des Tags der offenen Tür am Sonntag in Hofheim überzeugen.

An der Veranstaltung nahmen auch Mitglieder befreundeter Feuerwehren aus Lampertheim, Hüttenfeld, Bobstadt, Biblis, Nordheim und Wattenheim teil. Den ganzen Tag über zeigten die Feuerwehrleute Vorführungen und Aktionen.

Bei einer „Modenschau“ präsentierten sich die Feuerwehrmänner in verschiedener Schutzkleidung. Die normale Feuerschutzbekleidung beispielsweise besteht aus dem Anzug selbst, Helm, Stiefeln, Maske, Axt sowie einer Druckluftflasche, die auf dem Rücken getragen wird.

Geht ein Retter damit in ein verrauchtes Haus, trägt er 50 Kilogramm mit sich herum. Auch der Chemikalien-Schutzanzug wurde vorgeführt. „Der wird getragen, wenn zum Beispiel ein Lkw mit Gefahrgut oder ein Eisenbahnkesselwagen undicht ist“, erklärte Wehrführer Dirk Wagner, „kommt selten zum Einsatz, ist aber auch sehr anstrengend und gefährlich, da man nie sicher weiß, wie viel der Anzug aushält“. Zusätzlich wurden Anzüge für Arbeiten mit Kettensägen, die Kleidung der Jugendfeuerwehr sowie lange Gummistiefel und Wathose für Einsätze wie Keller-Auspumpen, gezeigt.

Bei einer Übung der Kinderfeuerwehr löschte der Nachwuchs gemeinsam auf altmodische Art: Die Teilnehmer bildeten eine Eimerkette aus etwa 20 Kindern. Anschließend konnten die Kinder selbst ausprobieren, wie viel schneller das Löschen mit einem Schlauch geht. Denn der transportiert gut 50 Liter Wasser pro Minute. Bei einem Löscheinsatz sind es sogar 200 Liter in der Minute – so viel, wie eine Badewanne fasst.

Auch der Fuhrpark der Feuerwehr konnte angesehen werden. Zwei Löschfahrzeuge standen bereit, von denen eins 2500 Liter und das andere 1600 Liter Wasser fasst. Während das Erste hauptsächlich zur Brandbekämpfung eingesetzt wird, wird Letzteres vor allem bei Hilfs-Einsätze und Unfällen gebraucht. Auch einen Gerätewagen gibt es. Dieser kann nach Bedarf mit verschiedenen Rollwagen beladen werden – je nachdem, ob zum Beispiel ein Keller ausgepumpt werden soll oder es einen Verkehrsunfall gab. So können bis zu neun verschiedene Module im Gerätewagen untergebracht und der Einsatz individuell vorbereitet werden.

Zu sehen gab es außerdem ein Fahrzeug für Einsatzleiter und Mannschaft, das zum Erkunden des Einsatzortes ausgesendet wird. Auch in ein Feuerwehr-Boot durften die Kinder einmal steigen. Wer wollte, durfte sogar einmal mit dem Löschfahrzeug samt Sireneneinsatz durch Hofheim mitfahren.

Beim Überschlag-Simulator des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) konnten die Besucher erproben, wie sie sich im Fall eines Autounfalls richtig abstützen. Dirk Wagner weiß: „Wer überkopf im Auto ist, sollte zuerst die Füße hinter dem Lenkrad herausziehen, sich mit Händen und Füßen an der Decke abstützen und sich so vom Gurt befreien.“ Im Idealfall sollte man immer ein Gurtmesser im Auto haben.

Insgesamt waren an diesem Tag 70 Personen im Einsatz. Egal, ob Feuerwehrmitglied, Familienangehörige oder Freunde – jeder packte mit an.

Für die Kleinsten stand eine bunte Hüpfburg bereit und besonders beim Kinderschminken war der Andrang groß. In einer Bastelecke konnten sich die Kinder kreativ austoben. Wer seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen wollte, versuchte sich an Wasserspielen mit Ball, die gleichzeitig eine willkommene Abkühlung brachten. Zudem spielte der Spielmannszug der Spielgemeinschaft Hofheim/Bürstadt.

Text: Lisa Wayand, Lampertheimer Zeitung vom 02.05.2018

Bild: Thorsten Gutschalk, Lampertheimer Zeitung vom 02.05.2018

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