Kreisfeuerwehrverband – Weniger männliche, mehr weibliche Brandschützer

Versammlung KFV

Kreisfeuerwehrverband: Berichte zeugen von der vielfältigen Arbeit der Helfer / Politiker drücken Wertschätzung für die ehrenamtlichen Helfer aus

Die Sicherstellung des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe sowie die Gefahrenabwehr obliegen nach gesetzlichen Bestimmungen den Kommunen. Im Kreis Bergstraße sind das 22 Städte und Gemeinden. Und diese arbeiten eng zusammen, wie jetzt wieder die Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes unter Führung des Verbandsvorsitzenden Wolfgang Müller offenbarte.

Der Bibliser Müller ist gleichzeitig Kreisbrandinspektor und nicht zuletzt in der ehrenamtlichen Arbeit, in seiner Präsenz und Ansprechbarkeit bei allen Anlässen und Herausforderungen der örtlichen Wehren ein Vorbild. Der Standort Nibelungenhalle Grasellenbach zur Austragung der Mitgliederversammlung wurde bewusst gewählt, weil die Hammelbacher Feuerwehr als einer der vier Feuerwehren in der Großgemeinde in diesem Jahr 125-jähriges Jubiläum und die Jugendfeuerwehr schon 50-jähriges Bestehen feiert. Dafür, für die Austragung der Aktionsmeile am Sonntag, 5. August, durfte Wehrführer Marco Stein schon mal ordentlich die Werbetrommel rühren.

Im nächsten Jahr steht der Zotzenbacher Feuerwehr dieses große Jubiläum ins Haus. Dort wird die nächste Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes ausgetragen. Und dafür wurden mit Christian Kloth und Frank Faust schon mal Kassenprüfer aus der Großgemeinde Rimbach gewählt.

Rückläufe und Zuwächse

Einen Großteil seines Berichts für das Rechenschaftsjahr 2017 verwendete der Verbandsvorsitzende Wolfgang Müller auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen, wie die Demografie, den Generationenwechsel, die gesellschaftlichen Trends, soziologischen Entwicklungen zwischen zwei Metropolregionen und technischen Entwicklungen. Diese gilt es wahrzunehmen, darauf zu reagieren, um Nachwuchs und Zukunft der Feuerwehren sicherzustellen, wie der Tenor seiner Rede zusammengefasst werden kann.

Dabei berichtete Müller in manchen Bereichen von leichten Rückläufen, beispielsweise bei der Zahl der aktiven männlichen Feuerwehrmitglieder. Dem gegenüber stehen allerdings Zuwächse bei den weiblichen Feuerwehrmitgliedern sowie in den Kinderabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren, was wiederum für die gute Arbeit der ehrenamtlichen Ausbilder und Betreuer spricht.

Hohe Wertschätzung genießen die freiwilligen Helfer in der Kommunalpolitik, wie die Grußworte des Standort-Bürgermeisters Markus Röth, der beiden Landtagsabgeordneten Birgit Heitland und Karin Hartmann sowie von Landrat Christian Engelhardt und die Anwesenheit von Gemeindevorständen und Stadträten unterstrichen.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch die Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach unter Leitung von Klaus Weihrauch zeigt den großen Zusammenhalt der Feuerwehrkameraden. Neben Heitland erwähnte auch Engelhardt die große Unterstützung des Landes für die Feuerwehren, mit Zuschüssen für die Investitionen in die technische Ausstattung sowie in die Aus- und Fortbildung in der Feuerwehrschule des Landes in Kassel.

Nicht zuletzt lobte Christian Engelhardt die hohe Motivation, den Ausbildungsstand und das Engagement der knapp 3000 Einsatzkräfte im Kreis. Auch der Kreis habe sein Scherflein zur Unterstützung der Feuerwehren und Helfer der Rettungsdienste mit der Aufstockung des Personals in der Leitstelle beigetragen.

Verbesserungsmöglichkeiten

Heitland führte die Anschaffungen und Maßnahmen im Kreis auf, die vom Land unterstützt wurden und zeigte sich zuversichtlich, dass auch die Anträge für das laufende Jahr mit Erfolg beschieden sein werden.

Auch Karin Hartmann sprach von einer großen Gemeinsamkeit der Politik, die berechtigten Anliegen der Feuerwehren ernst zu nehmen und zu unterstützen. Sie erkannte aber auch eine Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten, sei es bei der Ausstattung der Landesfeuerwehrschule oder bei der Gleichstellung der Brandschutzerziehung mit der Verkehrserziehung in Schulen.

Breites Betätigungsfeld

Müller führte zuvor in seinem Bericht das breite Betätigungsfeld der Feuerwehren und des koordinierenden Kreisvorstands auf, bei den Einsätzen, der Lebensrettung, in der Ausbildung, bei der Teilnahme an Leistungsübungen, bei denen zuletzt die Feuerwehren aus Fürth und Neckarsteinach-Grein erfolgreich waren.

Er lobte und unterstrich die Notwendigkeit von Jugendarbeit und für die Kindergruppen, in der Brandschutzerziehung und der Feuerwehrmusik unter Kreisstabführer Roland Ritter und bedankte sich schließlich bei allen Beteiligten, den Feuerwehrvereinen, den Familienangehörigen und den Arbeitgebern: „Ihr habt eine hervorragende Arbeit geleistet.“ mk/ü

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