Christbäume gehen in Flammen auf

Sammelaktion der Feuerwehr / Verbrennung belastet Umwelt weniger als Häcksler-Abgase

Seit nahezu einem halben Jahrhundert beginnt bei der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim das Jahr mit der Aktion „Christbaum-Einsammlung“. Zum Start in den arbeitsintensiven Tag gab es für alle Beteiligten ein kräftiges Frühstück im Feuerwehrgerätehaus, danach sammelten fünf Teams in den Straßen von Hofheim, Wehrzollhaus und Rosengarten die von der Bevölkerung auf den Bürgersteigen deponierten nadeligen „Reste vom Feste“ ein.

Reiner Lameli, Werner Back, Simon Eberts, Dieter Pfeifer und Martin Bär waren wieder mit ihren eigenen Traktorgespannen im Einsatz. Von den routinierten Chauffeuren wird oftmals Millimeterarbeit gefordert, wenn es durch die engen Seitenstraßen geht. „Im Umfeld des Einkaufsmarkts Backhausstraße/Neugasse herrschte wieder das übliche Verkehrschaos“, schilderte ein Traktorfahrer die Situation. In manche Straßen wurde schon gar nicht erst eingefahren, weil für die sperrigen Gespanne kein Durchkommen möglich war – die Einsatzkräfte trugen daher die Bäume zum Fahrzeug.
Die Jugendlichen nahmen unterdessen die freiwilligen Geldspenden der Einwohner dankend entgegen, die Feuerflitzmäuse aus der Kinderfeuerwehr begleiteten den jeweiligen Tross. Das Abladen der Rollen erfolgte heuer nahe der Pumpstation am Damm. Wehrführer Dirk Wagner informierte: „Bisher haben wir die Bäume auf dem Gelände des Vogelvereins in den Bachgärten geschreddert, das ging nicht mehr. Der dieselbetriebene Motor des Häckslers blies stundenlang Abgase in die Luft, das Naturfeuer von unbelastetem Material dürfte wohl umweltfreundlicher sein“. Mit Genehmigung des Ordnungsamts loderte das mit riesigen Mengen Brennmaterial gespeiste Feuer bis zum Nachmittag.
Um die Mittagszeit fanden sich die Helfer zum Essen im Feuerwehrgerätehaus ein, das Küchenteam Raimund Lösch und Thomas Merz, verstärkt durch Neuling Torsten Volkert, servierte Nudeln mit Haschee. Anschließend galt es, die Fahrzeuge zu reinigen, und zum Abschluss des Tages fuhren einige Wehrleute mit den Kindern zum Verbrennungsstandort, damit der Nachwuchs das Feuer auch sehen konnte.
Die Gesamtleitung der Aktion hatte FFW-Jugendwart Marcel Minolfo mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr-Ausbilder Marcel Bär und Lukas Lösch. Die Einteilung der Sammelgebiete oblag Co-Jugendwart Nico Hildebrand. 25 Jugendfeuerwehrleute, knapp 20 Feuerflitzmäuse aus der Kinderabteilung sowie 20 Einsatzkräfte waren unterwegs. Am Standort Pumpwerk sorgten Wehrführer Dirk Wagner, Erhard Elsäßer, Werner Seib, Peter Bär und Markus Stöckel für das kontrollierte Verbrennen der Bäume
Text: Lampertheimer Zeitung vom 14.01.2019
Bilder: Feuerwehr Hofheim
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