Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenfeld 2019

Hüttenfelder Feuerwehr zieht Bilanz

Die Hüttenfelder Feuerwehr hat gut ausgebildete Brandschützer, aber Nachholbedarf bei Instandhaltung und Reparaturen.

 

Mit drei Wahlgängen ermittelt: Ganz knapp nur konnte sich Sven Gleißner als stellvertretender Wehrführer gegenüber Michael Hoschkara behaupten. 16 Stimmen gab es für ihn bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenfeld. Thorsten Schröder wurde hingegen einstimmig als Wehrführer bestätigt.

Mit 43 aktiven und gut ausgebildeten Mitgliedern sieht er sich fürs Jahr gewappnet. „Insgesamt 2623 Übungsstunden haben uns bei 51 Übungen für den Extremfall vorbereitet.“ Bei 52 Einsätzen, darunter 13 Brand- und 39 Hilfeleistungseinsätzen, hätten die Kameraden außerdem höchste Bereitschaft und Teamgeist bewiesen. Lob gab es deshalb reichlich – nicht zuletzt von Bürgermeister Gottfried Störmer, der allen für ihr Engagement dankte.
Sie haben an mehreren Fronten zu kämpfen und dabei geht es nicht immer nur um Feuer, die um sich greifen. Die Gerätesituation wurde von Thorsten Schröder beispielsweise nur als befriedigend beurteilt. „Hier bereiten uns leider die langen Instandhaltungswege Schwierigkeiten.“ Bis zu sieben Monate würde teilweise repariert werden. „Hier gilt es in Zukunft entweder mehr Ersatz zu bevorraten oder kürzere Reparaturzeiten zu erreichen.“ Auch in Sachen vorbeugender Brandschutz gibt es aktuell Nachholbedarf. „Leider lagen uns im Berichtsjahr keine entsprechenden Planunterlagen vom Hydranten-Netz vor. Die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen sind gemeldet und stehen aus. Dass Hydranten von Anwohnern außerdem öfter zugeparkt seien, erschwere die Arbeit: „Hier müssen wir dringend für Aufklärung sorgen“, mahnte Schröder.

 

Erfreulich aber, dass der Feuerwehr-Verein im vergangenen Jahr durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Aktionen, wie etwa die Tannenbaum-Sammelfahrt, ein Kassenplus verbuchen konnte. Für ihre Arbeit konnte Kassiererin Carmen Schröder und mit ihr der komplette Vorstand entlastet werden. Aus den Einnahmen hatten die Verantwortlichen unter anderem den Feuerwehr-Nachwuchs bei Unternehmungen finanziell unterstützt. 14 Jugendliche und 15 Kinder zählt die Wehr zurzeit. „Im vergangenen Jahr konnten wir außerdem zwei Jugendliche in den aktiven Dienst übergeben. Das ist großartig“, lobte Jugendwart Ruben Ronellenfitsch.
Dass die Hüttenfelder Brandschützer schon früh auf ihren Nachwuchs setzten und vor vielen anderen Wehren ein Gruppenangebot mit spielerischem Lernen und tollen Aktivitäten ausgearbeitet hatten, macht sich nun, 125 Jahre nach der Gründung, bezahlt. „Da können wir stolz sein“, lobte Thorsten Schröder. Von seinen Feuerwehrkollegen einstimmig im Amt bestätigt, wird er auch künftig als Wehrführer agieren. Mit insgesamt 744 Einsatzstunden und 41 Stunden im Brandsicherheitswachdienst gab es 2018 viel zu tun.
Auf die Frage, weshalb der Freiwillige Polizeidienst mit 7 Euro die Stunde für seine Arbeit entschädigt werde, die Feuerwehrleute aber leer ausgingen, konnte Bürgermeister Gottfried Störmer nur den Ist-Zustand schildern. „Das wurde vor mehr als zehn Jahren von Volker Bouffier so festgelegt. Es ist eine Angelegenheit des Innenministeriums, und ich kann ihren Punkt da sehr gut verstehen.“

 

Befördert wurden:
  • Nico Hertting und Benedikt Maul (Feuerwehrmannanwärter)
  • Sandra Kilian und Chantal Mester (Feuerwehrfrau)
  • Lukas Feig, Max Massion und Marvin Wroblewski (Feuerwehrmann)
  • Anna Samol (Oberfeuerwehrfrau)
  • Phillip Holley und Keven Zuffinger (Oberfeuerwehrmann)
  • Miriam Ehret (Hauptfeuerwehrfrau)
  • Simon Ehret und Amed Lathgani (Hauptfeuerwehrmann)
  • Christian Hertting (Oberlöschmeister)
  • Sven Gleißner (Hauptbrandmeister)

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