Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim

FTG_BG_6D_20190501-97281138Er ist das Ausflugsziel mit der größten Anziehungskraft am 1. Mai in Lampertheim: der Tag der offenen Tür der Feuerwehr. Schon ab dem frühen Vormittag strömten die ersten Besucher, darunter auch Bürgermeister Gottfried Störmer und Stadtbrandinspektor Klaus Reiber, in die Florianstraße. Auch zahlreiche Radfahrergruppen hatten ihre Touren mit einem Zwischenstopp bei den Feuerwerkern verbunden.

Die traditionsreiche Veranstaltung, der früher noch der Tanz in den Mai voranging, zeichnet eine Mischung aus Technik, Vorführungen und Unterhaltung aus. In der Feuerwehrhalle sowie im Hof waren Bänke und Tische aufgebaut worden, eine Bierbar verbreitete Oktoberfeststimmung und der kulinari- sche Bedarf wurde durch das reich- haltige Essensangebot gedeckt.

Rund um das Feuerwehrgelände waren die Einsatzfahrzeuge aufgebaut. So konnte sich jeder Besucher ein Bild davon machen, wie aufwendig und kompliziert die Brandbekämpfung sein kann. Eine Bildwand verdeutlichte unter dem Motto „Die Feuerwehr im Wandel der Zeit“ Veränderungen bei der Truppe. So ist ein gehöriger finanzieller Aufwand notwendig, um eine effiziente Brandbekämpfung zu gewährleisten. So mancher Sprössling nutzte die Gelegenheit, um sich einmal hinter das Steuer eines Feuerwehrautos, umgeben von lauter Technik, zu setzen. Dazu kamen die Fahrzeuge der Wasserrettung und das Fahrzeug der Einsatzleitung, das für den gesamten Landkreis eingesetzt wird. Seinen festen Standort hat es in Lampertheim, wie ein Jungfeuerwerker nicht ohne Stolz erzählt.

Unterhaltung mit Musik

Beim Tag der offenen Tür wurde auch die Unterhaltung großgeschrieben. Der Katholische Kirchenmusikverein unter der Leitung von Markus Niebler unterhielt die Gäste mit schmissigen Melodien bis in den Nachmittag. Dazu kamen Vorführungen der Jugendfeuerwehr, die demonstrierte, mit welch unterschiedlichen Methoden bei Feststoff- beziehungsweise Flüssigkeitsbränden vorgegangen wird.

Obendrein hatten die Besucher die Gelegenheit, sich bei Vorführungen aktiv in das Löschgeschehen einzubringen. So hatte man ein kleines Modellhaus aufgebaut, der Dachstuhl wurde immer wieder entzündet und wer wollte, konnte aus sicherer Distanz das Feuer eigenhändig löschen. Auch Löschangriffe mit Schaum wurden demonstriert.

Am Nachmittag stand ein blaues Fahrzeug bereit, dessen Karosserie mit einer Rettungsschere zerlegt wurde. Auch hier konnten die Zuschauer zur tätigen Mithilfe schreiten. Für die kleineren Besucher stand eine Hüpfburg parat, dazu kam ein Angelspiel, bei dem je nach Geschick Preise wie Süßigkeiten oder Seifenblasen gewonnen werden konnten.

Wer sich einmal als Feuerwehrmann fühlen wollte, konnte sich eine Uniform anziehen und professionell ablichten lassen. Wie der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Ralph Klotzbach, berichtete ist der Aufwand für das Fest schon enorm. 60 Helfer, Aktive, Freunde und Familienangehörige seien im Einsatz. Hinzu kämen 30 Helfer der Jugendfeuerwehr.

Aber der Einsatz lohne sich, meinte Klotzbach. Nicht nur die Eigenwerbung für die Aufgaben der Feuerwehr stünden im Vordergrund, die Wehr sei auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Momentan stehe der Bau einer neuen Halle für Abrollbehälter im Vordergrund. Dabei handele es sich um Transportbehälter, die eine jeweils spezielle Ausrüstung für Hochwasser, Umweltschäden oder Bahnunfälle enthalten. Die Inneneinrichtung der Halle werde zum Teil vom Verein getragen.

Viele Anschaffungen könnten nur mit Hilfe des Fördervereins getätigt werden. So sei auch die Ausgehuniformen für alle Mitglieder zu erneuern. Die Jugendfeuerwehr melde Bedarf für Zelte und Decken an. Hinzu komme die Hilfestellung bei der Beschaffung von Ausrüstung und Fahrzeugen. „Wir sind auf die Hilfe von Gönnern und Förderer angewiesen, um alle Aufgaben zu erfüllen“, meinte Klotzbach und dankte allen Sponsoren für deren Spendenbereitschaft. „Jeder, der uns heute besucht, unterschützt auch den Brandschutz“, resümierte Klotzbach abschließend.

Text: Südhessen Morgen

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