Historischer Höchststand, Einsatzzahlen explodieren, Einsatzbereitschaft stets gewährleistet

FTG_BG_6D_20190726-0349„H1 – Hilfeleistung klein “ lautete das Einsatzstichwort, das die Einsatzkräfte der Lampertheimer Feuerwache Mitte am Mittwoch zu ihrem 53. Einsatz im Juli 2019 alarmierte.

Im „heißen“ Sommermonat Juli, stiegen die Feuerwehreinsätze auf einen historischen Höchststand seit Bestehen der Feuerwehr im Jahre 1879 und nahmen im Berichtsmonat explosionsartig zu. Der 53te Alarm in nur einem Monat zeige gegenüber den vorigen drei Jahren eine Steigerung von weit mehr als 100 Prozent der Monatseinsatzzahlen.

18 Brandalarme, 31 technische Hilfeleistungen und vier Alarme für den Einsatzleitwagen 2 des Kreises Bergstraße führten die Einsatzmannschaft durchschnittlich alle 14 Stunden an den Rand des Machbaren. Eine Feuerwehr die mit 80 ehrenamtlichen Helfern, weit über 900 Stunden Einsatzdienst leistet und das gesamte Spektrum der Alarmstichworte abarbeitet, kennt ihre Grenzen ganz genau.

Im Rekordmonat Juli wurden alleine acht Großbrände, ein Gefahrguteinsatz auf dem Bahngelände, ein Verkehrsunfall mit 2 Toten, über die Landesgrenze hinweg mit dem ELW 2 zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr Mannheim bei einem Hochhausbrand und die Unterstützung der Evakuierung einer Musikveranstaltung abgearbeitet, hierbei musste teilweise gerade bei den Großalarmen Paralleleinsätze von den Einsatzkräften schnell und sicher zum Schutz der Bevölkerung und von Hab und Gut mit dem gesamten Knowhow einer Feuerwehr gelöscht, gerettet und geschützt werden.

Hier sind schnelle Entscheidungen durch den Leitungsdienst der Feuerwehr gefragt, der Führungsdienst wird mit in die Entscheidung eingebunden. Reichen die eigenen Kräfte aus, sind Spezialkräfte mit zu alarmieren, ist der Eigenschutz der Einsatzkräfte sicher gestellt, ist der Stadtschutz für alle Stadtteile gewährleistet, sind ggfs. Bevölkerungsteile zu informieren bzw. zu evakuieren. Ferner sind gerade in den Sommermonaten durch die Wetterlage bedingt, Einsatze unter extremen Wetterschwankungen ( Regen/Sturm + Hagel, Temperaturen weit über 30 Grad) abzuarbeiten und die Einsatzkräfte sind starken physischen und psychologischen Belastungen ausgesetzt.

Doch nicht alleine die Einsatzzahlen fordern die Frauen und Männer der Lampertheimer Feuerwehr. Sie versehen ihren Dienst am Nächsten und in ihrer Freizeit als Ehrenamtliche Kräfte und müssen Tag und Nacht einsatzbereit sein.

Auch der hohe Ausbildungsstand helfen ihnen dabei das Einsatzspektrum richtig abzuarbeiten, wöchentliche Ausbildungsabende (immer Donnerstagsabends von 20 Uhr – 22 Uhr) in Theorie und Praxis gehören genauso zum „ Freizeitvergnügen “, wie das unterhalten des Geländes rund um das Technische Zentrum in der Florianstrasse , ferner obliegt ihnen die Prüfung, Wartung und das Reparieren der Fahrzeuge und der Einsatzgeräte. Neben den Routinewartungen an den Fahrzeugen und Pumpen oder ähnlichem, wie etwa der Motorölwechsel oder an den Atemschutzgeräten die Sicherheitsüberprüfungen, fallen natürlich auch Reinigungsarbeiten nach Einsätzen an. Aktuell wurden speziell für die Reinigung der Feuerwehrschläuche, die geprüft ggfs. repariert, gewaschen, getrocknet und wieder eingelagert werden mehr als 20 Std. Arbeitszeit aufgebracht und mehr als 1000 m Schlauchlänge verarbeitet.

Einzig allein der Tatsache geschuldet, dass in Lampertheim und in seinen Stadtteilen eine erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit stattfindet wird durch engagierte Ausbilder der Nachwuchs für die Einsatzabteilung rechtzeitig an seine späteren Aufgaben innerhalb der Feuerwehr herangeführt.

Text: Feuerwehr Lampertheim
Bild: Feuerwehr Lampertheim
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