018 – Hochwassereinsatz

5000 Sandsäcke stopfen Leck am Deich

Biblis. Der Pegel der Weschnitz fällt, und Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller atmet auf. Die undichte Stelle am Deich bei Wattenheim scheint unter Kontrolle. 5000 Sandsäcke haben die Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk dort in U-Form aufgeschichtet. Dadurch staute sich das austretende Wasser auf und erzeugte einen Gegendruck auf den Deich, um ihn zu stabilisieren.

Taucher der Bibliser DLRG haben im Fluss Planen und Sandsäcke versenkt, um den Deich von innen abzudichten. “Das hat alles gut geklappt”, berichtet der Kreisbrandinspektor. Doch Entwarnung gibt er noch nicht. “Die Deichwachen gehen mindestens noch bis morgen früh weiter.” Der Druck auf den Deichfuß sei noch sehr groß. Erst wenn der Rheinpegel unter 6,50 Meter falle, sei die Gefahr gebannt.

Zufrieden blickt Müller auf die Einsatztage zurück. Es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben. Der Unfall mit dem THW-Laster sei glimpflich ausgegangen. Einer der beiden Insassen sei leicht verletzt worden, zwei Kräne hätten den umgestürzten Lkw wieder aufgestellt. Außerdem habe eine Helferin eine leichte Fußverletzung erlitten.

Im Moment schauen die Deichwachen nach, ob Wasser durch die Dämme drückt. “Bisher war nur sauberes Wasser zu sehen”, so Müller. “Das heißt, dass kein Erdreich ausgespült wird”, erklärt der Kreisbrandinspektor. Dies sei ein gutes Zeichen. Denn wenn Erde ausgeschwemmt werde, deute dies auf eine Beschädigung des Deichs hin.

Bei ihren Kontrollgängen werden die Feuerwehrleute von den Bauhofmitarbeitern unterstützt. “Dies hilft, die Kosten für die Lohnerstattung zu senken”, sagt Müller.

Der Kreisbrandinspektor muss zunächst keine Helfer ins Hochwassergebiet nach Sachsen schicken. Im eigenen Kreisgebiet gebe es genug zu tun. Aus Hessen seien 600 Helfer in Richtung Dresden unterwegs. ps
© Südhessen Morgen, Mittwoch, 05.06.2013

Einsatznummer: 018
Datum 03.06.2013
Uhrzeit: 14:23 Uhr
Einsatzstelle: Feuerwache Lampertheim, Weschnitzdamm Wattenheim
Einsatzdauer: 5:30 h
Stichwort: H3 – Wassereinsatz
Ausgerückte Fahrzeuge: Kdow; GW-K; MTF 1; MTF 2
Weitere Anwesende: Hilfsorganisationen des Kreises Bergstrasse und benachbarter Landkreise

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