Grundzüge früh kennenlernen

Hofheim_FeuerflitzmäuseFEUERFLITZMÄUSE: Hofheimer Kinderfeuerwehr absolviert Übungen der Sparte „technische Hilfeleistung”

Bei der Hofheimer Kinderfeuerwehr ist eigentlich zu jeder Gruppenstunde „Action” angesagt: Alle zwei Wochen treffen sich die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren im Feuerwehrgerätehaus und jedes mal steht ein interessantes Motto auf dem Programm. Am Montag ging es fast wie bei den „großen” Einsatzkräften zu, denn Gruppenleiter Andreas Schneider hatte mit seinem Team eine vierteilige Übung in der Sparte technische Hilfeleistung für die „Feuerflitzmäuse” vorbereitet.

„Nicht nur das Löschen von Feuer muss ein Feuerwehrmann können, denn darüber hinaus – und das recht häufig – werden die Brandschützer zu technischen Hilfeleistungen gerufen” bekräftigt Schneider gegenüber unserer Zeitung. Fachgerechte Hilfeleistungen zu erbringen, das erfordert eine umfassende Ausbildung der Einsatzkräfte, die im Ernstfall ganz unterschiedliche Problemfälle zu lösen haben. Schon die Kleinsten können in altersgerechter Unterweisung die Grundzüge der feuerwehrtechnischen Ausbildung kennen lernen, beim „Team Schneider” klappt das sichtlich gut. Innerhalb der Hofheimer Freiwilligen Feuerwehr besteht die Jugendabteilung seit knapp 50 Jahren, vor nunmehr drei Jahren hat sich die Kinderfeuerwehr etabliert. Das Helferteam mit Stefanie Bär, Tanja Schneider, Paul Helbig, Lukas Lösch und Denise Arnold betreut aktuell 19 Kinder, die alle mit dem buchstäblichen „Feuer”-Eifer bei der Sache sind.

In vier Gruppen unterteilt erlebten die Youngsters aus dem realen Leben gegriffene Situationen, zu denen die Feuerwehr als Helfer in der Not oft gerufen wird. Als Erstes stand eine „Katzenrettung” an: Hier zeigte Alexander Schneider, der heuer als erster Aktiver von der Kinderfeuerwehr in die FFW-Jugendabteilung übergetreten ist, wie die „magische Leiter” funktioniert. Diese Holzleiter ist mit Gelenken an den Sprossen bestückt, so dass sich die Außenholme zusammenklappen lassen und die Leiter dadurch gut zu transportieren ist. Flink wie ein Wiesel erklomm der Zehnjährige die Leiter und rettete das Stoff-Kätzchen aus dem hohen Baum am Randareal des Spielplatzes an der Gartenstraße.

Nebenan auf der Sandfläche wurde ein Unfall auf einer Baustelle simuliert, es galt, eine eingeklemmte Person möglichst behutsam unter einem Rohr hervorzuholen. Eine Denksportaufgabe regte logische Vorgehensweisen zur Lösung an, und die richtige Benutzung des Luftkissens komplettierte das lehrreiche Pensum des Nachmittages. Das noch luftleere Kissen wird unter den zu hebenden Gegenstand geschoben und dann langsam aufgepumpt – das funktioniert ähnlich wie ein Wagenheber. Einmal mehr verging die Zeit wie im Fluge und die Feuerflitzmäuse blickten auf einen tollen Nachmittag zurück.

DIE FEUERFLITZMÄUSE

Jeweils montags im Turnus von zwei Wochen treffen sich die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren von 16.30 bis 18 Uhr, außer in den Schulferien. Bei jeder Gruppenstunde steht ein bestimmtes Motto im Mittelpunkt.

Auf dem Programm stehen neben altersgerechten Unterweisungen in feuerwehrtechnischen Aufgaben auch abwechslungsreiche Ausflüge.

Am 30. März geht es zu Fuß durch Hofheim: „Schossbrett, Die Bein, Hochwaad – wer Howwe net kennt, um den is schaad…” Trotz der Osterferien organisiert das Team diese ganz besondere „Dorfrallye”.

Die Gruppenstunden der Hofheimer Kinderfeuerwehr „Feuerflitzmäuse” finden im Feuerwehrgerätehaus (Backhausstraße 53) statt.

Text & Bild: Lampertheimer Zeitung, 18.03.2015

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