JF Hofheim: Mix aus Pflicht und Vergnügen

JF Hofheim

JUGENDFEUERWEHR 19 Kameraden im Jubiläumsjahr / Vielseitige Aktivitäten

Seit nunmehr 50 Jahren besteht die Jugend-Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim: Mittlerweile haben einige Generationen von jungen Männern nach der Zugehörigkeit zur Jugendwehr mit dem Übertritt in die FFW-Einsatzabteilung den personellen Fortbestand der schlagkräftigen Brandschützer-Truppe gewährleistet. Getreu dem flotten Spruch: „Wir rennen rein, wo andere rausrennen!“ ist nicht nur die örtliche Feuerwehr ein verlässlicher Helfer im Ernstfall, wenn ein Brand ausgebrochen ist oder wenn es gilt, beispielsweise bei Verkehrsunfällen schnell vor Ort zu sein und entsprechende Hilfe zu leisten.

Im Jubiläumsjahr fungiert Hauptfeuerwehrmann Marcel Minolfo als FFW-Jugendwart, unterstützt von den Jugendausbildern Nico Hildebrand und Lukas Lösch sowie Mitgliedern der Einsatzabteilung. Derzeit sind 19 Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren in der Nachwuchsabteilung präsent, darunter vier Mädchen. Zum einen erhalten die jungen Leute eine Ausbildung in feuerwehrtechnischer Hinsicht und zum anderen wird das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe durch verschiedene Freizeitaktivitäten gepflegt. Das Konzept, die jungen Menschen für ein sinnvolles Engagement zu motivieren, das klappt bei der Hofheimer Jugendwehr von Beginn an sehr gut. Jeden Mittwoch kommen die Jugendlichen im Feuerwehrgerätehaus zur Gruppenstunde zusammen und widmen sich einem bestimmten Thema.

 

Da gilt es, die vielfältigen Gerätschaften kennenzulernen, die bei Einsätzen mit unterschiedlichsten Anforderungen benötigt werden, um kompetent helfen zu können. Sei es ein Wassersauger, mit dem ein vollgelaufener Kellerraum ausgepumpt wird, oder ein Spezialventilator, mit dem ein verrauchtes Treppenhaus entlüftet wird: Derartige technische Hilfsmittel müssen bedarfsgerecht bedient und eingesetzt werden können. Ein Feuerwehrmann/frau muss eine Menge an Fachwissen mitbringen, um in der Einsatzwehr aktiv mitzuwirken – und dazu braucht es eine jahrelange Aus- und Fortbildung eines jeden Kameraden.

Zum Ausgleich der schon mal anstrengenden Unterweisungen in Feuerwehrtechnik steht bei den Nachwuchskräften auch Spaß und Spiel auf dem Programm, interessante Ziele bei Ausflügen, mehrtägige Zeltlager in kleinem oder großem Rahmen oder die Teilnahme an Wettbewerben, die im Löschbezirk IV veranstaltet werden. Im Juli steht anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hofheimer Jugendwehr die Ausrichtung der Bezirksolympiade auf dem Kalender. Von Anfang an haben die FFW-Jugendwarte die richtige Mischung von Pflicht und Vergnügen praktiziert und sind damit gut gefahren.

Im Mai 2011 hat Hauptfeuerwehrmann Andreas Schneider, assistiert von mehreren Helferinnen und Helfern, eine Kinderfeuerwehr ins Leben gerufen: Die „Feuerflitzmäuse“ im Alter von sechs bis zehn Jahren werden in ihren Gruppenstunden altersgerecht an die Aufgaben der „großen“ Feuerwehr herangeführt. Mittlerweile sind bereits zwei Nachwuchskräfte, ein Junge und ein Mädel, in die Jugend-Abteilung übergetreten.

Oft liegt es in der Familie, wenn Papa oder der Onkel bei der Feuerwehr aktiv ist, so sind es die Söhne oder seit neuestem auch die Töchter, die ein verstärktes Interesse an dem Dienst für die Allgemeinheit zeigen. Mit zunehmenden Alter jedoch ändern sich die von der Jugend als wichtig angesehenen Themenfelder und das zieht wohl auch einen Weggang aus der FFW-Kameradschaft nach sich. Seit einem halben Jahrhundert hat die Hofheimer Feuerwehr durch den unermüdlichen Einsatz der verantwortlichen FFW-Jugendwarte und ihren Helfern kontinuierlich die Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren können und das dürfte auch in Zukunft so bleiben.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass fast alle aktiven Hofheimer Einsatzkräfte aus der eigenen Jugend hervorgegangen sind. Die Einsatzabteilung in personeller und der Feuerwehrverein in finanzieller Hinsicht unterstützen jedenfalls ihre jungen Leute nach besten Kräften, damit die Jugend-Abteilung auch weiterhin so kreativ und zielführend agieren kann.

Text + Bild: Lampertheimer Zeitung, Gabriele Lameli Horneff

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