Musikzug auf den Spuren der Indianer

Kanufahrten und Tipi-Übernachtung

Musikzug auf den Spuren der Indianer

Am frühen Samstagmorgen versammelten sich die Feuerwehrmusiker aus Bürstadt und Hofheim in der Römerstraße. Denn es stand der Ausflug nach Weilburg an. Dort hatte man das Tipi-Dorf am Hainberg gemietet. Dort angekommen galt es, sich erst mal für das anstehende Programm mit Wurst, Käse und Brötchen zu stärken.

Weilburg liegt nämlich an der Lahn, weswegen es die 38 Musikerinnen und Musiker mit ihren Familien dorthin gezogen hatte. Bei bestem Sommerwetter ruderten sie nach einer kleinen Einweisung in die Technik und die Flusskarten ab in die Kanus. Ein Spaß für groß wie klein, doch gekentert ist zum Glück keiner. Aber selbst das wäre nicht tragisch gewesen, denn trotz aller finsteren Wetterprognosen für diesen Tag strahlte die Sonne mit den musikalischen Paddlern um die Wette.

Es gab Einiges zu sehen und zu erleben. Während der Kanutour passierte die Gruppe Deutschlands einzigen Schiffstunnel, der die Ruderer durch den Mühlberg brachte. Es wurden Schleusen durchfahren, die man dann selbst mit Kurbeln betätigen musste.  11 Kilometer ging es vorbei an grünen Wiesen, Sträuchern, historischen Bauten, unter Brücken hindurch bis hin nach Fürfurt. Dort kehrten die Musiker im Biergarten eines Lokals ein, um sich mit kühlen Getränken oder Eis zu erfrischen. Dann fuhren sie mit der Bahn zurück nach Weilburg.

Das dortige Tipidorf bot den Kids genügend Fläche zum Austoben und Indianertipis für die Übernachtung. Während sich die Erwachsenen zusammensetzen und noch erzählten, hatten die Kinder den Zeltplatz erobert: es gab die Tipizelte für die Nacht und genug Platz zum Toben. Sei es das Wikingerschach, Kartenspiele oder die Slackline – jedes Kind und jeder Jugendliche fand einen Weg die Zeit bis zum Grillen zu überbrücken. Währenddessen legten sich die Grillmeister ins Zeug: Steaks, Würstchen, Grillbauch, Hamburger oder Vegetarisches, kein Gaumen kam zu kurz. Ein kleines Highlight war noch das abendliche Marshmallow-Erhitzen am Feuer, wofür sich die Kids extra Stöcke angefertigt hatten. Noch bis tief in die Nacht saß man in Gesprächen vertieft beisammen.

Nach einer (für manche dort recht kurzen) Nacht begrüßte die Musikanten ein grauer Himmel. Es regnete auch vereinzelt, doch die Laubbäume boten Schutz und so wurde gemütlich gefrühstückt. „Sollen wir es wirklich wagen?“ war die Frage des Morgens, als es darum ging, ob man an diesem Tag noch einmal rudern könnte oder nicht. Doch als es aufgehört hatte zu regnen, war die Entscheidung klar: Es wird gerudert! Und siehe da – kein einziger Regentropfen störte die Tour am Sonntag. Nachdem der eine oder andere noch Muskelkater vom Vortag hatte, verlangte die 14 km lange Ruderstrecke von Leun bis wieder nach Weilburg den Musikern noch einmal so einiges ab. Trotzdem war der Spaß für alle sehr groß.  So kehrte man am Abend gut gelaunt und wohlbehalten mit den Feuerwehrbussen nach Bürstadt zurück.

Es waren zwei sehr schöne Tage in der Natur, die den Teamgeist und das Miteinander der Generationen stärkten. Ob jung ob alt, alle waren sich einig: Dieser Ausflug war absolut genial.

Kanutour20161

Feuerwehr Lampertheim © 2013