Die B(r)andbreite ist groß

Bild-L1100233FEUERWEHR Jugend absolviert 24-Stunden-Übung mit vielen Einsätzen

LAMPERTHEIM – Wer am Freitag und Samstag ein erhöhtes Aufkommen von Feuerwehrwagen und jugendlichen Feuerwehrmännern in der Stadt wahrgenommen hat – für den gab es keinen Grund zur Beunruhigung. Die Jugendfeuerwehr Lampertheim führte ihre 24- Stunden-Übung durch.

Pünktlich um 16 Uhr starteten die rund 30 Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren in aufregende und abwechslungsreiche 24 Stunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Jugendwart Sebastian Herweh ging es auch gleich los. Die Jugendlichen bekamen eine Einweisung in ihre Fahrzeuge, und schon wurde zu den ersten “Einsätzen” gerufen.

Vom Verkehrsunfall bis zum Brand ist alles dabei

Dabei handelte es sich jedoch nicht um reale Einsätze. Die Verantwortlichen hatten im Vorfeld etwa 25 verschiedene “Einsätze” ausgearbeitet, die es abzuarbeiten galt. Auf drei Fahrzeuge aufgeteilt arbeitete jedoch jede Gruppe einen eigenen Einsatz ab, so dass es zu keinerlei Überschneidungen kam. Die B(r)andbreite war groß: Es wurden eine Brandmeldeanlage ausgelöst, Verkehrsunfälle simuliert oder Brände gemeldet – auch ein Fehlalarm mischte sich darunter, ganz wie im richtigen Leben eines Feuerwehrmannes.

Auch galt es, eine Katze von einem Baum zu retten, doch keine Angst, statt eines lebenden Tieres mussten die Jugendlichen ein Stofftier mit einer Drehleiter von einem Baum holen. „So sind die Jugendlichen auch einmal mit einem der Sonderfahrzeuge im Einsatz“, erklärte Sebastian Herweh. Auch ein Einsatz im Schwimmbad stand auf der Liste des Jugendwarts. Dort sollten die Nachwuchs-Feuerwehrmänner- und Frauen eine ertrinkende Person retten – doch natürlich kam auch hier niemand zu Schaden, und die Situation war wie alle anderen simuliert.

„Den Einsatz im Schwimmbad verbinden wir mit einem kurzen Schwimmbadbesuch, was sich bei dem Wetter anbietet“, so Herweh lachend. Weiter erklärte der Jugendwart, dass immer nur zwei Einsatzfahrzeuge mit Jugendlichen zu Einsätzen unterwegs waren, die dritte Gruppe konnte die kurze Auszeit mit Gesellschaftsspielen überbrücken. Für die Wartenden wurde außerdem ein Ausflug in die Fahrzeugkunde- und -pflege angeboten.

„Wir sind wirklich 24 Stunden hier, für die Ruhezeiten stellen wir Feldbetten zum Schlafen und Ausruhen auf“, betonte Herweh. Schon schickte er die zweite Gruppe zu einem Einsatz. Rund 20 Betreuer waren vor Ort und kümmerten sich um einen reibungslosen Ablauf und versorgten die Jugendlichen. „Wir spielen hier die gängigen Einsätze durch – und das lieber mit kleineren Einsätzen, dafür haben die Jugendlichen mehr zu tun und lernen auch mehr“, so der Jugendwart.

20 Betreuer kümmern sich um reibungslosen Ablauf

Dazu zählten auch Einsätze der technischen Hilfe wie Gasgeruch, Ölspur, Menschenrettung mit der Drehleiter, aber auch Garagen- und Zimmerbrände sowie Waldbrand, „was aktuell werden kann, wenn es weiterhin so trocken bleibt“.

Wären reale Einsätze während dieser 24 Stunden reingekommen, hätten diese natürlich Vorrang gehabt, wie die Kameraden betonten. Doch alles in allem liefen die Übungen ähnlich ab wie in den Übungsstunden, die donnerstags stattfinden, nur dicht hintereinander über 24 Stunden.

Zum Ende der 24-Stunden-Übung stand für die jugendlichen Brandschützer noch eine gemeinsame Abschlussübung auf dem Programm. Diese fand bei Gemüsebau Schmidt statt. Hierbei handelte es sich um einen ausgedehnten Brand nach einem Unfall mit mehreren Personen, die teilweise noch vermisst oder verschüttet waren. „Alles hat so geklappt, wie wir es uns vorgestellt haben“, resümierte Herweh.

Text: Lampertheimer Zeitung

BIlder: Feuerwehr Lampertheim / Thorsten Gutschalk / RMH-Fototeam

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