Herausfordernde Zeiten für die Feuerwehr

„Es sind herausfordernde Zeiten für die Feuerwehr“. Mit diesen Worten eröffnete Wehrführer Thorsten Schröder die Ende März stattgefundene Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim-Hüttenfeld. Die Brandschützer holten dabei die Versammlungen für die letzten drei Jahre (2019 bis 2021) nach, da aufgrund der Pandemie solche Zusammenkünfte noch bis vor kurzem nicht möglich waren. Im Hüttenfelder Bürgerhaus galten jedoch immer noch strenge Hygiene- und Abstandsregeln, schließlich zählt die Feuerwehr zur kritischen Infrastruktur.

In seinem Bericht ließ Schröder die vergangenen Jahre Revue passieren. Im Jahr 2019 fand noch ein regulärer Dienstbetrieb statt, ab März 2020 sowie 2021 war dies pandemiebedingt nicht mehr möglich, so der Wehrführer. Der Dienstbetrieb musste von Präsenz auf Online umgestellt werden, was zunächst eine große Herausforderung für alle Brandschützer*innen darstellte. „Doch wenn sich jemand auf neue Situationen schnell und gut einstellen kann, dann ist dies sicherlich eine Feuerwehr“, betonte Schröder. Kurzzeitig war es den Feuerwehren ab Spätsommer 2021 wieder möglich, in Kleingruppen zu üben. Dank der Hygienekonzepte und der hohen Disziplin der Kameraden*innen war die Einsatzbereitschaft, und somit der Schutz aller Bürger*innen, jederzeit gewährleistet. Hierfür dankte Schröder seinen Einsatzkräften ganz herzlich. Besonders erwähnte er, dass die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich in einem Verein oder Organisation engagieren, die zur kritischen Infrastruktur zählt.  „Wir erhielten Rückmeldungen, dass die Bürger*innen froh über die ehrenamtlich helfenden Hände sind und es unbedingt mehr davon bräuchte“, so der Hüttenfelder Wehrführer.

In den Jahren arbeiteten die Brandschützer insgesamt 116 Einsätze ab.  Dabei waren einige Einsätze als herausfordernd zu bezeichnen. Hierzu zählen beispielsweise ein Wohnungsvollbrand, ein Hubschrauberabsturz sowie mehrere schwere Verkehrsunfälle. Den Einsatzkräften wurde laut Schröder dabei ihr gesamtes Können abgefordert.

Zum Mitgliederstand teilte der Wehrführer mit, dass die Einsatzabteilung aktuell aus 46, die Jugend- und Kinderfeuerwehr aus jeweils 14 Mitgliedern besteht. Das sind Zahlen, die sich für jede der Abteilungen sehen lassen können.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl zum stellvertretenden Wehrführer. Der bisherige Amtsinhaber Sven Gleißner stellte sein Amt nach 13 Jahren zu Verfügung, da er seit 2021 mit der Wahl zum Stadtbrandinspektor ein neues Amt begleitet. Wehrführer Schröder bedankte sich für die geleistete Arbeit und für die gute Zusammenarbeit.
Die Versammlung wählte Michael Hoschkara zum neuen stellvertretenden Wehrführer.

Bürgermeister Gottfried Störmer dankte den Anwesenden in seiner Ansprache für Ihre permanente Einsatzbereitschaft – insbesondere auch während der CORONA-Pandemie und den damit einhergehenden erschwerten Bedingungen. Sehr gerne nahm er an diesem Abend die Beförderungen und Verpflichtungen vor. Er sei stolz auf seine Feuerwehren in Lampertheim, so Störmer, denn in allen drei Wehren würde herausragende Arbeit im Ehrenamt geleistet.

Lampertheim, 04.05.2022 | Pressemitteilung Nr. 076/2022

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